Richard, einst Erbauer von Staudämmen und Aquädukten, lebt nach dem Tod seiner Frau allein in einer abgeschlossenen Wohnanlage. Den Kontakt zu seiner Tochter Helen hat er abgebrochen – wegen ihrer politischen Ansichten, ihres Mannes, ihrer anderen Welt. Doch als sein Augenlicht schwindet und er Hilfe braucht, muss er sie um das Unmögliche bitten.
Zwei Menschen, die sich einander entfremdet haben, prallen aufeinander. Beide sind blind – für die Verletzungen des anderen, für seine Ängste, seine Beweggründe. Und doch beginnt, zögerlich und schmerzhaft, eine Annäherung.
Lot Vekemans, eine der meistgespielten europäischen Dramatikerinnen, stellt eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Kann man jemanden lieben, dessen Überzeugungen man ablehnt? Regisseurin Karin Eppler inszeniert dieses Kammerspiel als psychologisch präzises Duell zwischen Vater und Tochter – eindringlich gespielt von Helmut Zierl und Lisa Wildmann.
*Änderungen der Besetzung vorbehalten
Aschenbrödel lebt unter der Fuchtel ihrer bösen Stiefmutter, doch sie ist kein gewöhnliches Mädchen. Klug, selbstbewusst und furchtlos erobert sie sowohl die Herzen des Publikums als auch die des Prinzen. Mit drei Zaubernüssen, treuen Tierfreunden und einem verlorenen Schuh nimmt das Märchen seinen unvergesslichen Lauf.
Der deutsch-tschechische Filmklassiker von 1973, der seit Jahrzehnten zum festen Weihnachtsprogramm gehört, erwacht auf der Bühne zum Leben, mit aufwendigen Kostümen, beeindruckendem Bühnenbild und mitreißender Live-Musik.
Aufgrund des großen Erfolgs nehmen wir „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” erneut in unser Programm auf, denn der Zauber dieses Abends ist einfach zu schön, um ihn nur einmal zu erleben! Ein magischer Abend für die ganze Familie – von 6 bis mindestens 106!
Björn Diemel ist zurück und er hat ein Problem. Eigentlich zwei: Das eine wiegt etwa zwanzig Chicken-Nuggets, drei Teller Spaghetti Bolognese und eine halbe Tüte Haribo zu viel. Das andere heißt Locke und hat soeben seine Tochter Emily entführt. Dass die Entführung eigentlich einem anderen Kind galt und nur an einer Delfinjacke scheiterte, macht die Sache nicht einfacher.
Weil es gewichtsmäßig so nicht weitergehen kann, engagiert der achtsam mordende Rechtsanwalt einen Achtsamkeitscoach. Weil sein Handy in den falschen Händen gelandet ist, muss er handeln. Und weil eine wohlmeinende Tierpflegerin namens Gerda mit zwei Litern feinstem Bio-Marihuana und zwei Tigern namens Ayur und Veda eine überraschende Geschäftsidee hat, endet alles dort, wo niemand es erwartet hätte: 400 Quadratmeter unter einem Tigergehege. Der klimabewusste Entführungsplaner Tom und sein Gelegenheitsentführer Locke wären gut beraten gewesen, Diemels freundlichen Hinweis ernst zu nehmen, bei jedem Schritt auf der Hut zu sein. Denn jeder falsche Schritt könnte der letzte sein.
Die Bühnenfassung von Bernd Schmidt für drei Darsteller*innen ist ein temporeicher, rabenschwarzer Spaß über Achtsamkeit, Ernährung, Klimaaktivismus – und die Frage, was tödliche Langeweile mit ökologisch angebautem Marihuana zu tun hat.
Fabian Prohaska fehlt genau ein Punkt zur Abitur-Zulassung – wegen zwei Minuten Verspätung. Sein Vater Manfred dreht durch. Er stürmt das Lehrerzimmer, zieht eine Pistole und erklärt: Keiner verlässt den Raum, bis sein Sohn seinen Punkt hat.
Was folgt, ist kein gewöhnliches Geiseldrama. Die eingeschlossenen Lehrkräfte streiten über Parkplätze, Unterrichtsmethoden und unausgesprochene Kollegenskandale – Fabian spielt dabei kaum eine Rolle. Zwischen Filterkaffee und unkorrigierten Hausarbeiten wird mit Sarkasmus und Emotion alte Schmutzwäsche gewaschen.
Ein rasantes, hochkomisches Kammerspiel über Bildung, Bürokratie und Menschen, die alle irgendwie recht haben.